Bilder für das Web

Man hört ihn öfter, den Satz: »Der Kunde braucht die Bilder für das Web – mach' sie mal in 72 dpi.«. Das einzige was an ihm stimmt, ist die Tatsache, dass Bilder, die in hoher Auflösung für den Druck genutzt werden, nicht 1:1 auf eine Internet Seite übernommen werden können – sie müssen auf jeden Fall kleiner gerechnet werden.

Dazu als kleines Beispiel nachfolgend zwei Bilder. Das erste JPG wurde mit 72 ppi (Pixel per Inch), das zweite mit 200 ppi gespeichert.

Bild 72 dpiBild 200 dpi

Was sieht man für einen Unterschied? Eben – keinen. Dem Webbrowser ist die Angabe, ob ein Foto für 72 oder eine sonstige Druckauflösung gedacht ist, herzlich egal. Für ihn zählt nur die Breite und Höhe des Bildes in Pixeln.

Ein Blick auf die Dateigrößeneinstellungen in einer Bildbearbeitungssoftware verrät es:

Screenshot Bildgröße

Der Browser nutzt die Angabe Pixelmaße, in diesem Fall 145 x 119 Pixel, bei der Darstellung. Eine Auflösung muss bei einem Bild allerdings immer mit angegeben werden und hier haben sich die 72 ppi eingebürgert. Auch Software wie Adobe Photoshop setzt beim »Speichern für das Web« die Auflösung auf diesen Wert.

Webdesigner entwickeln Layouts, die auf festgelegten Rastern beruhen – die können je nach Website und Design natürlich variieren. Daher sollte von ihnen immer die Vorgabe eingeholt werden, welche exakte Pixelgröße für ein Bild in der betreffenden Website benötigt wird.


Monitore und Auflösungen

Wie hoch die Auflösung bei der Ausgabe auf einem Bildschirm tatsächlich ist, wenn man ein Lineal auf dem Screen anlegt und nachmisst, ist von Display zu Display verschieden – hier kommt neben der Bildschirmgröße noch die vom Nutzer eingestellte Bildschirmauflösung ins Spiel. Auf einem 17" Monitor mit der Auflösung 1280 x 1024 Pixeln sitzen die einzelnen Bildpunkte eben enger, als auf einem 19" Display mit der gleichen Auflösung. Also wird auf Letzterem das Foto mit einem Lineal abgemessen selbstverständlich etwas größer sein als beim 17" Modell.


Was ist sonst noch zu beachten?

Webbrowser können nur Bilder im RGB Farbmodus verarbeiten. Bei CMYK Daten bleibt die Anzeige leer, daher müssen Fotos, die im Druck genutzt wurden, wieder in das RGB Format (sRGB Farbraum) konvertiert werden.

Ferner sollte die Dateigröße – auch im Zeitalter von DSL – klein gehalten werden. Bei Fotos bietet sich hierzu das JPG Format an. Es liefert ein ausreichendes Farbspektrum und kann die Bilder in sehr kleiner Datengröße bei akzeptabler Qualität speichern. PNG hat ähnliche Qualitäten und darüber hinaus noch weitere Features, die Web Profis gerne nutzen. Das GIF Format ist für Fotos ungeeignet, da es nur maximal 256 Farben unterstützt. Es hat allerdings immer noch seine Daseinsberechtigung, da es vor allem Grafiken in sehr kompakter Datengröße speichern kann.

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